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Geschichte

Vom Lokalverein zum großen Sozialkonzern

Die GSE ist ein modernes gemeinnütziges Unternehmen, das auf eine beeindruckende Historie zurückblicken kann. Bereits 1884 gründeten Politiker und angesehene Essern den „Lokalverein wider die Vagabundennoth“ und damit eine der frühen Vorgängerorganisationen der GSE.

Von den schweren Zerstörungen durch den Krieg war auch der Betrieb des Unternehmens stark beeinträchtigt. Mit dem Wiederaufbau der Arbeitsstätten und des Ledigenheimes wurde sofort nach Kriegsende begonnen, doch die Aufnahme von Hilfe suchenden Personen und deren Versorgung war nur unter schwierigen Bedingungen möglich, so musste z. B. lange Zeit im Freien gekocht werden.

1948 wurde der Verein aufgelöst und als gemeinnützige Gesellschaft neu gegründet und trug den Namen Erwerbsbehinderten-Arbeitsstätte Essen, kurz: EA. Gesellschafter sind seitdem die Stadt Essen und fünf Wohlfahrtsverbände. In den für viele Menschen katastrophalen Nachkriegsverhältnissen war die Erwerbsbehinderten Arbeitsstätte für die soziale Versorgung in Essen unverzichtbar. Ihr Zweck war es zunächst, den bedürftigen Menschen zu helfen. Später wurde der Auftrag um Alten- und Pflegeheime sowie Heime für Menschen mit Behinderung ergänzt.
Viele Wohnheimbewohner fanden Arbeit bei den Christophorus-Werkstätten (CW). Diese wurde Mitte der 1960er Jahre gegründet. Die EA war als Gründungsgesellschafter beteiligt. Ziel der CW war die Integration von Menschen mit Behinderung. Das sollte durch die Berufstätigkeit in den Werkstätten und die damit verbundene Vermittlung eines Zugehörigkeitsgefühls und des Gebrauchtwerdens erreicht werden.

Über die bestehende Zusammenarbeit zwischen CW und EA hinaus kam es in den 1990er Jahren zu ersten Fusionsüberlegungen. In diese Zeit fällt auch die explosionsartige Vergrößerung der EA: Die Übernahme der städtischen Alten- und Pflegeheime, die expandierende Bautätigkeit und weitere neue Aufgabengebiete führten zu einer Verdoppelung der Bewohnerzahlen, die Zahl der Mitarbeiter stieg um das Dreifache an.

Die Fusion zwischen EA und CW wurde im Jahr 2000 endgültig vollzogen. Unter dem zeitgemäßen Namen „GSE Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen Essen“ sind nun die Kernkompetenzen von EA und CW vereint und die GSE ist mittlerweile Synonym für vielschichtige und kompetente Dienstleistungen in der sozialen Arbeit in Essen.